Kühlung von Amputaten

Das Amputat sollte in sterile, trockene Kompressen eingewickelt und in den Innenbeutel des Dr. Marx Replantatbeutels gelegt werden. Nach verschließen des Innenbeutels muss der Außenbeutel mit geeigneter Kühlflüssigkeit befüllt werden (z.B. Dr. Marx Künstliches Eis). Es ist darauf zu achten, dass unter keinen Umständen das Amputat mit der Kühlflüssigkeit/ Kühlgranulat oder sonstigen Stoffen in Berührung kommt.

Um die Erfolgsaussichten einer Replantation zu erhöhen, ist es wichtig das Amputat gekühlt zu transportieren – andernfalls nimmt die Chance einer erfolgreichen Replantation rapide ab, da sich schon nach 4-5 Stunden bei Normothermie (Körperkerntemperatur) bereits irreversible Schädigungen an den Muskelzellen nachweisen lassen. Es ist weiterhin auf die richtige Kühlung zu achten, indem eine zu starke bzw. partielle Kühlung vermieden wird. Um punktuelle Erfrierungen, welche das Gewebe nachhaltig schädigen und eine erfolgreiche Replantation unmöglich machen, zu vermeiden, ist die optimale Amputatversorgung bzw. Kühlung sehr wichtig. Um einen „Gefrierbrand“ oder die einseitige Kühlung (durch z.B. Eiswürfel oder Sofort-Kältekompressen) des Amputats - und damit auch die Gefahr von Erfrierungen - zu verhindern, ist es förderlich Wasser zur besseren Kälteverteilung zu benutzen.

 

So nicht!

So ist es korrekt!